Jugendliche Batwa lernen lesen und schreiben

Die Batwa  sind einer der ältesten Jäger- und Sammlerstämme Afrikas. Ursprünglich lebten sie in den undurchdringlichen Wäldern im Südwesten Ugandas. Daher haben sie auch ihren Namen: „Batwa“ bedeutet ihrer Sprache „Waldmenschen“. Doch ihr Leben änderte sich dramatisch, als man 1991 begann in dieser Region Nationalparks zu errichten, um die seltenen Berggorillas zu schützen. Unter Waffengewalt wurden die Batwa aus den Wäldern vertrieben. Seither leben die ehemaligen Nomaden als Landlose unter oft verzweifelnden Bedingungen.

Die Vorurteile gegenüber dieser Minderheit in Uganda sind groß. Die dominanten lokalen Bevölkerungsgruppen würden sich nicht mit ihnen verheiraten, oft nicht einmal gemeinsam mit ihnen essen. Viele von ihnen haben kaum Zugang zu Schulen und Bildung. Sie werden als Tagelöhner von Bauern häufig nur mit Nahrung bezahlt. Diskriminiert und in einen modernen Lebensstil hineingezwungen, leben sie immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt und in extremer Armut.

Mit Ihrer Unterstützung gründen wir 20 Jugendgruppen mit je 20 jugendlichen Batwa-Mitgliedern. Unsere Ziele:

  • Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen
  • Vermittlung von grundlegenden landwirtschaftlichen Kenntnissen
  • Organisation von Kleinunternehmen
  • Organisation von Spar- und Kreditvereinen

Neben den ganz praktischen Kenntnissen lernen die Batwa ihre Rechte kennen, Dienstleistungen, die sie vom Staat in Anspruch nehmen dürfen, wie zum Beispiel Schutz durch die Polizei (z. B. für Frauen) oder eine Krankenversorgung am Gesundheitsposten.