Landwirtschaftliche Produktivität und Kommerzialisierung

ADRAs Projekt in Nepal richtet sich an 16.000  arme, in Subsistenzwirtschaft lebende bäuerliche Haushalte. Ihr Einkommen, die Ernährung und Nahrungssicherheit sollen verbessert werden – durch eine Kommerzialisierung der Landwirtschaft in dieser Region Nepals. Das heißt, dass die Kleinbauern, die sich schwer tun ihre Produkte zu verkaufen,  mit Märkten rund um sie herum vernetzt werden. Die Landwirtschaft wird durch Optimierung der Wertschöpfungskette markt-orientiert und wettbewerbsfähig gemacht. Dadurch können die Kleinbauern mit anderen Anbietern mithalten und der Ertrag ihrer kleinen Parzellen erhöht.

Den Farmern wird die Möglichkeit gegeben, Entscheidungsprozesse aktiv mitzugestalten. Sie schließen sich zu Gruppen zusammen und bestimmen dort, zu welchen Preisen sie welche Produkte verkaufen möchten. Durch die verbesserten Verbindungen zu Märkten können sie ihre Produkte leichter auf den Markt bringen.

Die Produktivität und Produktion wird  verbessert, indem den Kleinbauern der Zugang zu besserem Saatgut und effizienteren Bewässerungstechniken ermöglicht wird – der Privatsektor und neu gegründete Kleinunternehmen spielen dabei eine wichtige Rolle. So werden sie auch vor extremen Klimaschwankungen und Klimawandel geschützt.

Auch bessere Anbausorten steigern das Einkommen der Kleinbauern. Sie bauen vermehrt Gemüsesorten mit größeren Erträgen an, können durch Bewässerung außerhalb der Hauptsaison zu einem höheren Preis verkaufen und pflanzen Heilpflanzen zur Produktion ätherischer Öle an, für die es eine große Nachfrage gibt.

In der Region werden auch nachhaltige Techniken, wie zum Beispiel Biogas und andere erneuerbare Energien eingeführt. Davon profitiert auch die umliegende Umwelt und generell wird die Landwirtschaft umweltfreundlicher und nachhaltiger gestaltet. Die Böden werden dadurch fruchtbarer und den Farmern eine bessere Ernte geschenkt.