Während der letzten 60 Jahre hat es in Burma/Myanmar immer wieder bewaffnete Konflikte zwischen der Regierungsarmee und ethnischen Minderheiten gegeben – abgelöst von Waffenstillstandsabkommen (Myanmar ist/war eine Militärdiktatur die sich momentan im Demokratisierungsprozess befindet). Im Jahr 2011 flammte der Konflikt nach 17 Jahren Waffenstillstand im nördlichen Kachin-Staat des Landes wieder auf. Die Situation ist zur Zeit aber relative stabil. Es gibt jedoch ungefähr 100.000 Menschen, die innerhalb der Region aus ihren Dörfern in anderen Regionen oder Flüchtlingssiedlungen vertrieben wurden.

ADRA wird in Zusammenarbeit mit UNICEF die Wasser- und Hygienesituation in den Volksschulen der Region verbessern. Einige Schulen sind oben an Hügeln gelegen, schwer zu erreichen, haben keine Wasserleitungen, keine funktionierenden Toiletten. Die Straßen sind oft nicht befestigt, vom Regen ausgewaschen.

ADRA hat 53 Schulen ausgewählt, die kein Wasser haben, die keine Toiletten haben oder deren Toiletten so gebaut sind, dass sie nicht angemessen gereinigt werden können. Oft gibt es keine Wassertanks neben den Toiletten, so dass es kein Wasser zum Spülen gibt. Die Kinder haben in der Regel kaum Wissen über Hygiene, wie wichtig zum Beispiel das Händewaschen mit Seife nach dem Toilettenbesuch ist. Viele bekommen regelmässig Durchfall und andere Krankheiten.